Unsere Technologie Schritt für Schritt erklärt.

Das Carbon Selective Catalytic Reduction (CSCR) Verfahren ist eine Technologie für Abgasreinigung, die dem heutigen Stand der Technik entspricht und den harten  gegenwärtigen Emissionsgrenzwerten gewachsen ist. Eingesetzt wird CSCR in großindustriellen Anwendungen. Rauchgasvolumenströme reichen von 20.000 Nm³/h bis hin zu 1.800.000 Nm³/h.

 

Die Entschwefelung und Entstickung finden in geteilten Wanderbetten bestehend aus Aktivkoks statt. Das Rauchgas durchströmt die Betten im Gegenstrom. Schwefeldioxid SOX wird abgeschieden, indem es zunächst in Schwefelsäure umgesetzt und danach im Porensystem des Aktivkokses absorbiert wird. Um im zweiten Schritt noch Stickoxide NOX zu reduzieren, wird in einer Mischkammer Ammoniak dazugegeben. Der Aktivkoks agiert dann als Katalysator.

 

Wegen den vielfältigen Eigenschaften von Aktivkoks können wir mit CSCR neben SOX und NOX auch Staub, Dioxine, Furane, Quecksilber und andere Schwermetalle und Halogene wie Fluor- und Chlorwasserstoff abscheiden.

Rauchgasaufbereitung

Falls nötig wird die Temperatur des Rauchgases mittels Wasser-Einspritzung, Wärmetauscher oder Luftbeimischung auf 100°C – 140°C geregelt.

Unerwünscht hoher Staubbelastungen können mittels Gewebefilter reduziert werden.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit mittels Eindüsung von Ca(OH)2 stark korrosive Substanzen wie HCl, HF und SO3 abzuscheiden umso das nachfolgende Equipment vor Korrosion und Taupunkts-Unterschreitung zu schützen.

Gebläse

Je nach Anwendungsgebiet und Rauchgasaufbereitung sowie Auslegung des CSCR-Adsorbers werden Gebläse mit einem Druckabfall zwischen +2000Pa und +8000Pa eingesetzt.

CSCR-Anlagen werden gebaut für Rauchgasvolumina zwischen 2.000Nm³/h und 1.800.000Nm³/h. Je nach Anwendung ergeben sich hier besondere Anforderungen an das Gebläse.

CSCR-Adsorber

Das Herzstück jeder Abgasreinigung ist der CSCR Adsorber. Dieser besteht aus mehreren (bis zu64) einzelnen Modulen, in welchen das Abgas gereinigt wird. Je nach Anforderungen wird das Rauchgas durch ein oder mehrere Aktivkohle-Betten im Gegenstromverfahren geleitet.
Folgende Substanzen werden dabei abgeschieden:
– SO2
– NOX
– Staub
– Schwermetalle
– Halogene
– Dioxine und Furane
– …

 

Für die NOX-Abscheidung wird zusätzlich noch gasförmiges Ammoniak beigemischt. Wesentliche Unterschiede zu anderen ist hier der Betrieb im Gegenstromverfahren. Als Betriebsmittel wird Aktivkoks eingesetzt, welches mit den Schadstoffen beladen wird. Hier zeichnet sich CSCR dadurch aus, dass ausschließlich vollständig beladener Aktivkoks ausgetragen wird. Somit ist der Betriebsmittelbedarf im Vergleich zu anderen Aktivkoks-Prozessen deutlich reduziert.

Ammoniak-System

Zur Abscheidung von NOx wird Ammoniak (oder ein anderes NOX-reduzierendes Gas) verwendet. Dabei wird Ammoniak-Wasser zunächst verdampft und mit Luft vermischt. Das so erzeugte Ammoniak-Luft Gemisch wird anschließend auf alle Module gleichmäßig verteilt und hier durch speziell konstruierte Mischkammern direkt mit dem Rauchgas vermischt.

Fördersystem

Der aus dem Adsorber ausgetragene wird mittels spezieller Becherwerke zunächst in einen Zwischenbunker und anschließend in die Regenerations-Anlage transportiert. Nachfolgend wird der Koks von Staub und Kleinkorn befreit und gelangt über einen Zwischenbunker wieder zurück zum Adsorber. Großer Wert wird hier auf eine schonende Förderung des Aktivkokses gelegt um den Aktivkoksverbrauch weiter zu reduzieren.

Regeneration

Beladener Aktivkoks kann mittels thermischer Behandlung regeneriert werden. Dabei wird der Aktivkoks in einem Desorber auf über 450°C aufgeheizt. Bei diesen Temperaturen werden zuvor adsorbierten Substanzen desorbiert oder durch thermische Zersetzung zerstört. Das so entstehende Reichgas wird gesammelt und abgeleitet und kann zur Erzeugung von Schwefelsäure, Dünger oder elementarem Schwefel weiterverarbeitet werden. Auf die Aufheizung des Aktivkokses folgt eine Nachentgasungs-zone. Anschließend wird der Aktivkoks wieder abgekühlt. Durch die spezielle Konstruktion des Desorbers als doppelter Röhren-Wärmetauscher kommt Aktivkoks nicht direkt in Kontakt mit dem Heizgas oder der Kühl-Luft.